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Zuckermais

Einsatz TrichoKarte / TrichoKugel im Zuckermais

Der Maiszünsler ist wirtschaftlich der bedeutendste Schädling in den europäischen  Maisanbauregionen. Die Larven des Zünslers verursachen durch ihre  Fraßtätigkeit im Pflanzenstängel erhebliche Schäden an der Pflanze. Die Folge sind Wachstumstörungen und Stabilitätsprobleme. Erstes typisches Anzeichen für den Befall ist die abgeknickte Fahne. Die Bohrlöcher bieten zudem ideale Eintrittspforten für verschiedene Fusarienarten (Stängel- und Wurzelfäule, Beulenbrand, usw), die eine erfolgreiche Vermarktung der Ernte gefährden können.

Im Zuckermais führen die Fraßschäden dazu, daß die Vermarktung der Maiskolben nur noch eingeschränkt oder überhaupt nicht mehr möglich ist. 

TrichoKarte MAIS® - für eine mehrmalige Ausbringung von je 100 TrichoKarten / ha  Zuckermais

Die TrichoKarte ist eine millionenfach in der Praxis (und Versuchen) bewährte Ausbringungseinheit für Trichogramma und bietet dem Anwender die folgenden Vorteile:

  • 100 TrichoKarten pro Hektar und Ausbringung im Zuckermais
  • Guter Schutz der Nützlinge vor Regen
  • Maschinell gesicherte Dosierung der Eier
  • Einfaches Handling und Ausbringung im Maisfeld
  • Sehr hohe Wirkungsgrade (jährlich amtlich kontrolliert)
  • 8-10 Schlupfwellen pro TrichoKarte, dadurch eine lange Wirkungsdauer von bis zu drei Wochen
  • Das erfolgreichste Verfahren für kleinere bis mittlere Flächen

Aufwandmenge pro Hektar

Pro Hektar und Ausbringung werden 100 TrichoKarten benötigt. Jede TrichoKarte enthält mindestens 2000 von Trichogramma brassicae parasitierte Eier (= 200.000 Nützlinge / ha / Ausbringung).

Die TrichoKugel MAIS® - mehrmalige Ausbringung von je 200 TrichoKugeln / ha

Die TrichoKugel MAIS® wurde speziell für die einfache und maschinelle Ausbringung der Schlupfwespen auf großen Flächen entwickelt. 2001 im Markt eingeführt, hat sie sich schnell in der breiten Praxis etabliert. Die Landwirte haben die eindeutigen Vorteile des Verfahrens erkannt: die hohe Produktsicherheit sowie das einfache Handling und Ausbringen der Kugeln im Feld.

Die TrichoKugel besteht aus einem biologisch abbaubaren Kunststoff auf Basis von Maisstärke und verhält sich Feuchtigkeit gegenüber zuerst neutral. Das Wasser läuft ab, die Kugel trocknet schnell ab und die Tiere werden nicht am Schlüpfen gehindert. Dies ist ein großer Vorteil, da sich die Ausbringungseinheit bei Kontakt mit Feuchtigkeit nicht verändert, die Schlupflöcher bleiben frei.

Sind alle Nützlinge geschlüpft, beginnt langsam der Verrottungsprozess der TrichoKugel.

Durch die eigene Zucht und Produktion können wir gewährleisten, dass die Qualität der TrichoKugeln gleichbleibend hoch ist und der Maiszünsler erfolgreich bekämpft werden kann.

Die TrichoKugel MAIS® bietet dem Anwender folgende Vorteile:

  • Das Verfahren für Betriebe mit großen Flächen
  • Optimal geeignet für die maschinelle Ausbringung
  • Auch per Hand einfache Ausbringung im Maisfeld
  • Durch Volumen und Gewicht sehr gute Werfeigenschaften
  • Sehr hohe Wirkungsgrade
  • Maschinell gesicherte Dosierung der Eier
  • 8- 10 Schlupfwellen pro Kugel, dadurch eine lange Wirkungsdauer von bis zu drei Wochen
  • Die TrichoKugel ist wegen ihrer Stabilität vielfältig maschinell einsetzbar

Pro Hektar Zuckermais und je Ausbringung werden 200 TrichoKugeln verteilt. Jede TrichoKugel enthält mindestens 1000 von Trichogramma brassicae parasitierte Eier (200.000 Tiere / ha / Ausbringung). Im Zuckermais und Paprika muss die Ausbringung je nach Region und Flugdauer bis zu 5 Mal im Abstand von 10-14 Tagen wiederholt werden.

Die TrichoKugel wird im Zuckermais oder Paprika nur nach Absprache und in Abstimmung mit den betrieblichen Gegenheiten eingesetzt. Hanglagen, Bodentyp, Pflanzengröße und Witterungsverhältnisse zur Ausbringung oder anstehende Arbeiten im Bestand können den Erfolg einer Werfeinheit auf dem Boden einschränken.

Die maschinelle Ausbringung der TrichoKugel - von Anfang an ein großer Erfolg

Die TrichoKugel wird bereits seit 2002 maschinell ausgebracht und war lange Jahre das führende Verfahren in der maschinellen Ausbringung von Nützlingen im Mais. Für die Entwicklung der maschinellen Ausbringung mit dem Stelzenschlepper sind Alfons Geiger und sein Team 2003 mit dem Landwirtschaftspreis L.U.I ausgezeichnet worden. Die TrichoKugel wurde in den neuen Bundesländern mit Agrarfliegern ausgebracht, es wurden Einsätze und Feldversuche mit einem ferngesteuerten Zeppelin, mit Fluggleitschirmen, Helikoptern und Verteilsystemen auf Basis eines Düngerstreuers durchgeführt.

Ausbringung von Trichogramma durch Multikopter

Einer Kooperation mit der Schweizer Genossenschaft fenaco Ufa Samen Nützlinge entstammt eine, seit 2013 unter dem Markennamen `Optikugel` eingesetzte Werfeinheit, die vorrangig mit Multikoptern verteilt wird. Nach einer Idee von Bernd Wührer wurde die Multikopter-Technik von Wissenschaftlern der Fachhochschule Bern in Zusammenarbeit mit der Schweizer Genossenschaft entwickelt.

Freilassungstermine für Trichogramma im Zuckermais:

Die Einsatztermine können mit Hilfe von Licht- oder Pheromonfallen ermittelt werden. Im Vorfeld kann die Entwicklung in sog. Schlupfkäfigen mit eingelagerten Maisstoppeln überwacht werden.

Die 1. Ausbringung erfolgt je nach Region ab Mitte Juni, weitere Freilassungen im Abstand von 10-14 Tagen (während der gesamten Flugdauer). Die Bekämpfung der bivoltinen Maiszünsler-Rasse (2. Generation) erfolgt früher, abhängig von der Witterung oft schon Ende Mai. Die Termine für den Einsatz im Zuckermais werden in der Regel inviduell mit dem Betrieb oder der verantwortlichen Beratung vereinbart. 

Maiszünsler-Monitoring:

Seit 2007 wird von der LTZ Karlsruhe-Augustenberg ein überregionaler Ring von Licht-und Pheromonfallen verwaltet. Die Daten werden zentral erfasst und im Internet veröffentlicht (www.maiszuenslermonitoring.de). Die Information der Landwirte über die regionalen Ausbringungstermine im Körner- Silo- und Saatmais erfolgt über den amtlichen Warndienst, den Handel und die Wochenblätter.
  

 

 

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