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Larvenbekämpfung im Lager

Die Brackwespe Bracon hebetor, auch Habrobracon hebetor genannt, ist eine der am besten untersuchten Schlupfwespen im Vorratsbereich. Sie lähmt die freilebenden Mottenlarven durch einen Einstich, worauf diese sofort zu fressen aufhören. Auf diese Weise sichert sich die Brackwespe mehrere Larven und beginnt danach mit der Eiablage. Das Bracon-Weibchen legt ihre Eier außen an den Larven ab. Die jungen Wespenlarven saugen solange an der Mottenlarve bis nur noch die vertrocknete Hülle übrig bleibt. Anschließend bilden die Wespenlarven Mini-Seidenkokons, aus denen die neue Generation Brackwespen schlüpft.

Auch diese Schlupfwespen orientieren sich am Geruch der Mottenlarven und ihren Exkrementen. Sie können den Schädlingen in kleinste Ritzen und Spalten folgen und selbst die überwinternden Larvenstadien in ihren Gespinsten werden parasitiert. Dabei erweisen sich die Mehlmottenschlupfwespen als echte Spürhunde, wenn sie die Gespinste der Mottenlarven zerbeißen, um sie zu erreichen. Ab einer Temperatur von 16°C beginnen die Nützlinge mit der Eiablage, wir empfehlen einen Einsatz sobald Tageshöchsttemperaturen von 20°C erreicht werden. Das Optimum für die Schlupfwespenentwicklung liegt zwischen 25-30°C, kurzzeitig werden auch Höchsttempertauren bis zu 35° toleriert. Der Einsatzzeitraum liegt zwischen Mitte April und Ende September. 

 

Günstig ist der Behandlungsbeginn als Leerraumbehandlung nach einer gründlichen mechanischen Reinigung, sowie mit der Einlagerung des Getreides. Haben sich Schädlinge bereits etabliert, so können Nützlinge parallel zu Hygienemaßnahmen an "Hot spots" eingesetzt werden. Trotz einer gewissen Ansiedlung und Weitervermehrung, sollten die Mehlmottenschlupfwespen wiederholt freigelassen werden, um einen ausreichenden Bekämpfungsdruck aufzubauen.



Folgende Schädlinge können mit der Mehlmottenschlupfwespe bekämpft werden:


Mehlmotte (Ephestia kuehniella)
Dörrobstmotte (Plodia interpunctella).
Speichermotte (Ephestia elutella)
Wachsmotte (Galleria mellonella)

Der Einsatz der Mehlmottenschlupfwespe (gegen die Larven) kann in der Regel mit dem Einsatz der Trichogramma-Schlupfwespe (gegen die Eier) kombiniert werden. Zur Befallskontrolle und Bewertung des Bekämpfungserfolges sollten immer Pheromonfallen eingesetzt werden.

Im Getreidelager und in den verarbeitenden Betrieben, z.B. Mühlen oder Bäckereien werden damit gute Bekämpfungserfolge erzielt. Wichtig für eine Befallskontrolle und die Bestimmung des optimalen Einsatztermins ist ein Monitoring oder Überwachung durch den Einsatz von Pheromonfallen.

Anwendungsempfehlung für den präventiven Einsatz:

Die erste Behandlung erfolgt unmittelbar zur Leerraumbehandlung oder direkt nach Einlagerung. Ausbringungsintervall: 14 Tage, Temperaturbereich 15-35°C. Die Aufwandmengen können von Lager zu Lager varieren. 
 
 

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