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Motten-Monitoring im Lager

Der erste wichtige Schritt zur erfolgreichen Bekämpfung von Schädlingen in der Lagerhaltung ist die Installation eines Monitorings, eines Kontrollsystems, um einen Überblick über das aktuelle Schädlingsgeschehen zu erhalten.

Mit Hilfe von spezifisch wirkenden Pheromonfallen, die den Lockstoff der unbegatteten weiblichen Schädlinge abgeben, kann sicher festgestellt werden, ob Motten (oder Käfer) aktiv sind. Mit der Pheromonfalle werden keine weiblichen Motten gefangen und auch nur ein Teil der männlichen Motten. Werden männliche Motten gefangen, dann sind auch die eierlegenden Weibchen unterwegs. Es können Trichogramma-Schlupfwespen zur biologischen Bekämpfung eingesetzt werden.

Pheromonfallen: einfach in der Handhabung und ungiftig!

Für den Einsatz im Lager bieten sich wieder verwendbare Trichter- oder Eimerfallen an. Hier muss der Pheromonköder regelmäßig gewechselt werden. Pro Raum (bis 100 qm) reicht eine Falle. Werden die Fallen zu eng aufgehängt, dann stören sie gegenseitig und die Mottenmännchen finden die Fallen in der intensiven Duftwolke nicht. Stellen, an denen bereits vereinzelt Motten beobachtet wurden, eignen sich besonders als Fallenstandort. Die Fallen sollten aber nicht vor den Motten versteckt werden.

Die Fallenfänge kontrollieren und dokumentieren!

Im zeitigen Frühjahr sollten die Pheromonköder ausgetauscht und mit der regelmäßigen Kontrolle der Falle begonnen werden. Den Fang schriftlich dokumentieren, nur so erhält man einen Überblick über das aktuelle Schädlingsaufkommen und kann rechtzeitg Bekämpfungsmaßnahmen einleiten. Auch nach der Bekämpfung sollte weiter kontrolliert werden.

Kombinierbar mit dem Schlupfwespen-Einsatz

Die Pheromonköder sind max. bis zu einem halben Jahr haltbar, sollten aber - gerade in den warmen Monaten - nach einem Vierteljahr ausgetauscht werden, um eine sichere Fangwirkung zu erzielen. Die Motten-Lockstoffe sind völlig ungiftig und auch für Trichogramma-Schlupfwespen uninteressant.

Auf Vorrat gekaufte Pheromonfallen sollten möglichst kühl gelagert werden, z.B. im Kühlschrank oder im Keller, damit der Lockstoff nicht vorzeitig verfliegt.
 
 

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