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Motten-Monitoring im Gewächshaus

Der erste, wichtiger Schritt zur erfolgreichen Bekämpfung von Motten im Unterglasanbau ist das sogenannte „Monitoring“, das Fangen der Schadfalter mit Pheromonfallen (oder Lichtfallen) zur Befallskontrolle.

Mit Hilfe von artspezifischen Pheromonfallen, die in austauschbaren Dispensern den Lockstoff der unbegatteten, weiblichen Motten tragen, kann  festgestellt werden, ob und welche Motten aktiv sind. Da die Fallen keine Weibchen fangen und nur einen Teil der vorhandenen männlichen Falter, ist das eine reine Maßnahme zur Überwachung des Mottenfluges und Bestimmung von Bekämpfungsterminen. Wenn männliche Motten fliegen, sind auch die eierlegenden Weibchen unterwegs.

Die Mottenarten mit Pheromonfallen unterscheiden!

Es gibt inzwischen Pheromone für viele verschiedene Schadmotten, die im Unterglasanbau unterwegs sind. Tritt ein neuer Schädling auf, der nicht auf Anhieb identifiziert werden kann, dann sind wir gerne bei der Bestimmung behilflich, denn davon hängt eine erfolgreiche Bekämpfung ab. Die Biologie, Entwicklungsdauer und das Wissen um bevorzugte Wirtspflanzen sind wichtige Grundlagen bei der Entscheidung über die beste Bekämpfungsstrategie.

Der Einsatz von Pheromonfallen ist in der Handhabung einfach. Die Pheromonfallen, es handelt sich meist um sogenannte Delta-Fallen, werden einfach zu einem Dach aufgeklappt, aufgestellt oder aufgehängt und sind nach der Belegung mit dem Pheromonköder einsatzbereit. Der Lockstoff sollte regelmäßig gegen einen frischen Dispenser ausgetauscht werden. Pro Raum sollte nur eine Falle eingesetzt werden, damit sich die Männchen am Duft orientieren können. Das Aufstellen von zu vielen Fallen führt zu einer Desorientierung der Männchen, sie können die Falle in der Duftwolke nicht mehr lokalisieren. Auch die Auswahl des Fallenstandortes ist wichtig: Frischluft ist oft weniger störend als die windstille Ecke im Gewächshaus, in der die Pheromon-Wolke lokal begrenzt stehen bleibt.

Der richtige Einsatz der Falle ist wichtig, weil damit die Aktivitäten des Schädlings eingeschätzt werden sollen. Ein falscher Standort oder überlagerte  Pheromondispenser können leicht zu Fehlinterpretationen führen und damit auch den Erfolg des Trichogramma-Einsatzes gefährden.

Die Fallenfänge kontrollieren und dokumentieren!

Die aufgehängten Fallen müssen aber auch regelmäßig kontrolliert werden, um den Beginn des Falterfluges zu erfassen - auch die „Null“ ist wichtig, die Zeit bevor der Mottenflug beginnt. Trichogramma ist ein Eiparasit und muss ausgebracht werden, wenn die Falter fliegen und ihre Eier ablegen.

Sinnvoll ist es auch die Fallenfänge regelmäßig auf einem Datenblatt oder im Kalender zu notieren, um einen Flugverlauf zu erhalten. Anhand der Daten kann festgestellt werden, ob die Bekämpfung funktioniert hat. Auch nach einer Bekämpfung sollten die Fallen weiterhin aktiv gehalten werden, um einen neuen Befall rechtzeitig zu bemerken.

Kombinierbar mit dem Schlupfwespen-Einsatz


Die Pheromone sind bis zu einem halben Jahr haltbar, können ihre volle Wirksamkeit aber, je nach Umweltbedingungen, schon früher einbüßen. Die Motten-Lockstoffe sind völlig ungiftig und auch für die Trichogramma-Schlupfwespen uninteressant. Die Schlupfwespen orientieren sich am Geruch der abgelegten Eier und den Spuren, die die weiblichen Motten bei der Landung und Eiablage hinterlassen.

Auf Vorrat gekaufte Pheromonfallen sollten möglichst kühl gelagert werden, z.B. im Kühlschrank oder im Keller, damit der Lockstoff nicht vorzeitig  „verduftet“.
 
 

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