Maiszünslerbekämpfung mit den Braconiden Die sich abzeichnende Klimawandel und die Veränderung der Niederschlagsverteilung stellt auch die Bekämpfung des Maiszünslers vor ganz neue Herausforderungen. Auch der Einsatz von Nützlingen im Mais bleibt davon nicht verschont, weil sich wegen der höheren Temperaturen der Flug der Schädlinge und somit die Eiablage über längere Zeiträume hinzieht und der Entwicklungsdauer und Leistungsfähigkeit der Trichogrammen natürliche Grenzen gesetzt sind. Weitere Ausbringungen der Schlupfwespen oder eine höhere Aufwandmenge pro Hektar machen die Bekämpfung teurer und die betriebs-wirtschaftliche Kalkulation der Produktion schwieriger. Mittelfristig sind deshalb ergänzende Bekämpfungsmaßnahmen notwendig. Eine Möglichkeit wäre die Ausbringung von Bracon brevicornis, einer Brackwespe, die die Larven des Maiszünslers parasitiert. Im Sommer 2008 haben wir diesen Larvenparasiten erstmals in Versuchen eingesetzt. In Kombination mit Trichogramma soll er die Effizienz der biologischen Maiszünslerbekämpfung erhöhen. Bild: AMW / Bracon brevicornis Forschungsprojekt Zur Zeit erforschen wir die Wirkung von Bracon brevicornis zur biologischen Bekämpfung des Maiszünslers in einem Forschungsprojekt. Das Kooperationsprojekt in Zusammen-arbeit mit der Universität Bremen wird gefördert durch das ZIM (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und hat eine Laufzeit bis Juli 2012. Die Ergebnisse der ersten Versuche sind sehr viel versprechend. Bild: AMW / Feldversuche 2009