Mottenlarven im Getreidelager

Die biologische Bekämpfung von Mottenlarven mit der Brackwespe Bracon hebetor

Die Mehlmottenschlupfwespe (Bracon hebetor) lähmt die freilebenden Mottenlarven durch einen Einstich, diese hören sofort auf zu fressen. Anschließend legt das Bracon-Weibchen ihre Eier in direkt an den Mottenlarven ab. Die jungen Wespenlarven ernähren sich während ihrer Entwicklung von der Mottenlarve, von der nur noch die vertrocknete Hülle übrig bleibt.

Die Schlupfwespen orientieren sich am Geruch der Mottenlarven und ihren Exkrementen. Sie können den Schädlingen in kleinste Ritzen und Spalten folgen und selbst die überwinternden Larvenstadien werden parasitiert. Ab einer Temperatur von 16°C beginnen die Nützlinge mit der Eiablage, über 40°C werden keine Eier mehr abgelegt.

Bild AMW: Bracon auf Mottenlarve

Der Einsatz ist besonders wirksam im geschütteten Getreide oder bei Getreideprodukten. Günstig ist ein Behandlungsbeginn mit der Einlagerung des Getreides. Haben sich die Schädlinge bereits etabliert können Nützlinge parallel zu Hygienemaßnahmen an "hot spots" eingesetzt werden.

Die folgenden Schädlinge können mit der Mehlmottenschlupfwespe bekämpft werden:

Mehlmotte (Ephestia kuehniella)
Dörrobstmotte (Plodia interpunctella).
Speichermotte (Ephestia elutella)
Wachsmotte (Galleria melonella)  
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                      Prospekt-Download zum Unterglasanbau

Der Einsatz der Mehlmottenschlupfwespe (Habrobracon hebetor gegen die Larven)  kann auch mit dem Einsatz von Trichogramma-Schlupfwespe (parasitiert die Eier der Schädlinge) kombiniert werden.

Im Getreidelager und in den verarbeitenden Betrieben werden damit gute Bekämpfungserfolge erzielt. Wichtig für eine Befallskontrolle und die Bestimmung des besten Einsatztermins ist der Einsatz von Pheromonfallen für die jeweiligen Mottenarten.

Anwendungsempfehlung:

Leerraumbehandlung: 1 Einheit mit 40 Tieren /100 m²

Im Getreidelager: 1 Einheit mit 40 / 50 m²

Ausbringungsintervall: alle 14 Tage, Temperaturbereich 15-35°C, die Lebensdauer einer Schlupfwespe liegt bei circa 14 Tagen.

 
 

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