Der Maiszünsler ist der bedeutendste Maisschädling in weiten Gebieten Europas. Die Larven verursachen große Schäden durch ihre Fraßtätigkeit im Pflanzenstengel. Die Folge sind Wachstumstörungen und Stabilitätsprobleme. Erstes typisches Anzeichen für den Befall ist die abgeknickte Fahne. Die Bohrlöcher bieten ideale Eintrittspforten für verschiedene Fusarienarten (Stengel- und Wurzelfäule, Beulenbrand, usw...), die die erfolgreiche Vermarktung der Ernte ernsthaft gefährden können.
Die TrichoKarte ist eine millionenfach in der Praxis (und Versuchen) bewährte Ausbringungseinheit für Trichogramma und bietet dem Anwender die folgenden Vorteile:
Einfache Ausbringung der TrichoKarte Aufwandmenge pro Hektar Pro Hektar und Ausbringung werden nur 50 TrichoKarten benötigt. Jede TrichoKarte enthält mindestens 2000 von Trichogramma brassicae parasitierte Eier (= 100.000 Tiere / ha / Ausbringung). Links: TrichoKarte / Rechts: TrichoKugel
Die TrichoKugel MAIS wurde speziell für die einfache und maschinelle Ausbringung der Schlupfwespen auf großen Flächen entwickelt. 2001 im Markt eingeführt, hat sie sich inzwischen in der breiten Praxis etabliert. Die Landwirte haben die eindeutigen Vorteile des Verfahrens erkannt: die hohe Produktsicherheit sowie das einfache Handling und Ausbringen der Kugeln im Feld. Die TrichoKugel besteht aus einem biologisch abbaubaren Kunststoff auf Basis von Maisstärke und verhält sich gegenüber Feuchtigkeit zuerst neutral. Das Wasser läuft ab, die Kugel trocknet schnell ab und die Tiere werden nicht am Schlüpfen gehindert. Dies ist ein großer Vorteil, da die Ausbringungseinheit bei Kontakt mit Feuchtigkeit nicht quellen und schimmeln kann, die Schlupflöcher bleiben frei. Sind alle Nützlinge geschlüpft, beginnt langsam der Verrottungsprozess. Durch eine eigene Produktion können wir gewährleisten, dass die TrichoKugeln gleich bleibend hoch mit Nützlingen befüllt sind, diese von sehr guter Qualität sind und den Maiszünsler erfolgreich bekämpfen können (dies bestätigen die jährlichen Kontrollen der LTZ Stuttgart). Die TrichoKugel MAIS bietet dem Anwender folgende Vorteile:
Pro Hektar und Ausbringung werden nur 100 TrichoKugeln benötigt. Jede TrichoKugel enthält mindestens 1000 von Trichogramma brassicae parasitierte Eier (100.000 Tiere / ha / Ausbringung) Einfache Ausbringung der TrichoKugel Aufwandmenge pro Hektar Pro Hektar und Ausbringung werden nur 100 TrichoKugeln benötigt. Jede TrichoKugel enthält mindestens 1000 von Trichogramma brassicae parasitierte Eier (= 100.000 Tiere / ha / Ausbringung Stelzenschlepper im Einsatz (Foto: J. Lange) Maschinelle Ausbringung der TrichoKugel: Die TrichoKugel wird seit 2002 großflächig maschinell ausgebracht. Inzwischen werden in verschiedenen Regionen weit mehr als 1000 Hektar mit dem Stelzenschlepper ausgebracht. Die TrichoKugel ist somit das führende Verfahren in der maschinellen Ausbringung von Nützlingen. . Das Lohnunternehmen Alfons Geiger aus Meißenheim hat parallel zur Entwicklung der TrichoKugel den Stelzenschlepper zur maschinellen Ausbringung von TrichoKugeln entwickelt. Die Maschine hatte eine Schlagkraft täglich mehr als 100 Hektar Trichogramma pro Tag.
Die maschinelle Ausbringung wird seit 2011 von der ZG Raiffeisen eG in Karlsruhe koordiniert. Freilassungstermine: Die 1. Ausbringung erfolgt je nach Region ab Mitte Juni, die 2. Ausbringung etwa 10-14 Tage später. Die Bekämpfung der bivoltinen Maiszünsler-Rasse (2. Generation) erfolgt wesentlich früher, abhängig von der Witterung schon ab Ende Mai. Die Einsatztermine werden zuverlässig mit Hilfe von Licht- und neuartigen Pheromonfallen ermittelt. Zur weiteren Kontrolle können Schlupfkäfige mit eingelagerten Maisstoppeln, aus denen nach der Verpuppung die Falter schlüpfen, dienen. Maiszünsler-Monitoring: 2007 wurde von der LTZ Karlsruhe ein überregionaler Ring von Lichtfallen (amtlich und privat) installiert, die Daten werden zentral erfasst und im Internet veröffentlicht. Die Information der Landwirte über den regionalen Ausbringungstermin erfolgt über den amtlichen Warndienst, den Handel und die Wochenblätter. Der hessische Pflanzenschutzdienst hat sich auch dem Maiszünsler-Monitoring angeschlossen. Veröffentlichungen zur Maiszünslerbekämpfung Maiszünsler unbedingt im Auge behalten Jetzt fliegt der Zünsler Biologisch bekämpfen - Maiszünslerbekämpfung 2007