VORRAT



 

Die Bekämpfung von Kleidermotten im Haushalt

 

Es erwischt immer die besten Kleidungsstücke! Die Larven der Kleidermotte (Tineola bisselliella) fressen zu gern Löcher in Wollkleidung. Der Schaden wird erst bemerkt, wenn die Löcher sichtbar werden oder die Motten an der Wand sitzen. Die Larven der Kleidermotte sind die wichtigsten Schädlinge in unserem Kleiderschrank. 

Neben den Löchern im Gewebe, sind die bis zu 10 mm langen, weißlichen Gespinströhren der Larven weiteres Anzeichen für Kleidermottenbefall.                                                                               Prospekt-Download zum Unterglasanbau

Die Raupen können sich nur an tierischen Stoffen entwickeln, deshalb werden oft auch besonders hochwertige Wollstoffe befallen. Baumwolle wird nur im Notfall, weil nichts Besseres vorhanden ist, angenommen. Die von den Falterweibchen abgelegten Eier sind ca 0,5 mm lang, weiß und nur sehr schwer zu finden. Die jungen Larven sind  circa 1 mm groß und von gelblichweißer Farbe.

Der Flug der Kleidermotten kann mit Hilfe der Pheromonfalle kontrolliert werden. Im Haushalt bilden die Kleidermotten zumeißt nur eine Generation pro Jahr aus. Die Falter selbst fressen nicht, sie sind nur darauf aus möglichst viele Eier abzulegen, danach sterben sie. Ein Mottenweibchen kann bei Zimmertemperatur bis zu 14 Tage leben.

Die Bekämpfung der Motten ist schwieriger als die der Lebensmittelmotten, da die Schlupfwespen nicht alle Winkel erreichen können (zusammen gelegte Pullis usw.). Die Kleidermotten können aber auch Teppiche, Wanddekorationen, Tierfelle usw. befallen.


Aussehen:

Die 5-10 mm langen und zierlichen Falter haben eine graugelbe Farbe und weisen an den Hinter- und Vorderflügeln Fransen auf. Die Endgröße der Larven kurz vor der Verpuppung liegt bei max. 10 mm

Kleidermotten bevorzugen eher dunkle Schlupfwinkel in trockenen und warmen Räumen. Die  Weibchenlegen können im Laufe ihres Lebens bis zu  250 Eier an Textilien, Fellen oder Federn ablegen. Die Larven ernähren sich vorzugsweise von keratinhaltigen (tierischen) Produkten wie Wolle, Haare oder Federn. Aus diesen Materialien baut sich die Larve auch ihre Gespinströhre zur Verpuppung. 


Lebensweise:

Die Larven entwickeln sich bei Temperaturen zwischen 25 und 30°C und einer rel LF von 70 %. in etwa 2 Monaten bis zur Puppe. In der Regel entwickeln sich 2 Generationen pro Jahr. In sehr warmen Jahren können es aber auch 3 oder 4 werden. Die fertigen Falter besitzen verkümmerte Mundwerkzeuge und können damit nicht fressen.

Die Kleidermotte ist ein reiner Materialschädling. Die Larven können mit ihren kräftigen Mundkiefern Wolle, Felle, Federn, sowie  Textilien in Möbeln und Wandbekleidungen zerfressen. Fasern pflanzlicher Herkunft wie Baumwolle, Jute, zellulosehaltige Textilfasern sowie andere Natur- und vollsynthetische Gewebe werden von den Larven durchlöchert, sie können diese nicht verdauen. Die Larven nutzen die künstlichen Fasern lediglich zum Bau der Gespinströhre. Diese Kokons bilden den zweiten großen Schaden: sie kleben fest an den Textilien und verunreinigen diese.


Man kann einigen Schaden verhindern, wenn ein paar einfache Grundregeln beachtet werden:

 

  • Getragene Kleidungsstücke gut auslüften oder waschen. Schweißreste locken die Kleidermotten an

 • Schränke geschlossen halten

 • Wertvolle Kleidungstücke regelmäßig auf Befall kontrollieren

 • Naturstoff-Teppiche regelmäßig gut absaugen

 • Befall evtl. mit einer Köderfalle kontrollieren. Aber Achtung: es werden nur männliche Falter gefangen!


Einsatz der Schlupfwespen:

Die Trichogramma-Schlupfwespen sind natürliche Gegenspieler der Kleidermotten. Sie fühlen sich bei Temperaturen über 20°C am wohlsten und arbeiten am effektivsten. Die Schlupfwespen verfügen über einen ausgezeichneten Geruchsinn und können die abgelegten Eier anhand winziger Flügelschuppenteile lokalisieren, die die weiblichen Falter verlieren, wenn sie Eier ablegen. 

Die Bekämpfung der Kleidermotte mit Schlupfwespen wird über einen Zeitraum von 16 Wochen durchgeführt. Da die Nützlinge eine begrenzte Lebensdauer haben, werden die Nützlinge 8 Mal alle 14 Tage neu zugeschickt und gegen die alten Karten ausgetauscht. Bei jeder Freilassung werden 4 TrichoKarten, jeweils bestückt mit etwa 2000 Schlupfwespen-Eiern der Art T. evanescens spp. in den Schränken verteilt.

Trichogramma-Schlupfwespen sind Eiparasiten, d.h. sie suchen die abgelegten Eier der Motten, legen ihre eigenen Eier darin ab und statt einer Mottenlarve schlüpft eine nützliche Schlupfwespe. Dieser Kreislauf wiederholt sich, solange Motteneier vorhanden sind.

Die Schlupfwespen interessieren sich nur für die Motteneier. Haben sie ihre Arbeit erledigt, dann sterben sie und verschwinden im unauffällig im Hausstaub. Sie sind weder für den Menschen noch für Haustiere gefährlich.

In geschlossenen Räumen ist der Einsatz ganzjährig möglich. Die Schlupfwespen sind nur kurzfristig lagerfähig. Danach schlüpfen sie, deshalb nach Erhalt umgehend ausbringen. Die Kärtchen bitte nicht öffnen. Die seitliche Öffnung reicht den Tierchen aus. 


Anwendung:

 

Pro Schrankfach (ca. 60-80 cm Breite und 50 cm Höhe): 1 TrichoKarte. Befallene Textilien können in einem Schrankteil konzentriert gelagert werden. Alle anderen Textilien (Baumwolle und Kunstfasern) in einem anderen, da sie von den Motten nicht so gerne angenommen werden.

 

 

Befall in Teppichen, Wandbehängen oder Polstermöbeln im Privathaushalt oder in Requisiten, Archiven oder Museen: Hier kann man auch mit den Nützlingen arbeiten, es bieten sich aber auch andere umweltfreundliche Verfahren in Kombination an. Unsere Vertriebspartner verfügen über langjährige Erfahrungen zu biologischen Bekämpfung der Lebensmittel- und Kleidermotten. Bitte fragen Sie danach.

 

Bezugsquellen für die TrichoKarte VORRAT gegen Lebensmittel- und Kleidermotten:

www.aries.de  

www.Biologische-Beratung.de

www.lebensmittelmotten-motten.de 

www.nuetzlinge.de

www.re-natur.de

In Österreich:  Die Firma Biohelp GmbH unter www.biohelp.at

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




 


 

 

Mehr über...
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Außerhalb 54
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Tel. 06157 - 990595
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