Aktuelles 2012

 

Januar 2012:

Gewächshausschädlinge nicht nur im Gemüse: Trichogramma gegen Schadmotten in Tropenhäusern


Seit einigen Jahren arbeiten wir regelmäßig in einem besonders interessanten Bereich der biologischen Schädlingsbekämpfung: Tropenhäuser von Botanischen Gärten, Zoos oder Schmetterlingsparks beherbergen neben „fliegenden Edelsteinen“ auch den einen oder anderen Schädling. Das ist bei der Vielfalt der Pflanzen aus verschiedenen Herkünften und dem optimalen feucht-warmen Klima nicht zu vermeiden. Falls doch einmal eine Schadmotte überhand nehmen sollte, setzten die Betriebe unsere heimischen Trichogramma-Schlupfwespen ein. Sie sind gesundheitlich unbedenklich für den Publikumsverkehr, es gibt keine Wasserschutzauflagen und auch die Zootiere werden nicht beeinträchtigt.

Damit ist der biologische Pflanzenschutz in diesem Anwendungsbereich die erste Wahl. Der Verband der Botanischen Gärten organisiert sogar einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch in einem Arbeitskreis zum biologischen Pflanzenschutz, um methodisch auf den neuesten Stand zu sein.

Falls Sie Fragen zu diesem Einsatzgebiet gegen z.B. den Orchideenzünsler (Duponchelia fovealis) oder die Goldeule (Chrysodeixis chalcites) haben, helfen wir Ihnen gerne weiter. Wir führen auch Bestimmungsarbeiten durch, falls sie noch nicht genau wissen, welche Raupe gerade ihre Bananenstaude auffrisst. Das ist nämlich wichtig für die Auswahl der richtigen Pheromonfalle zur Befallskontrolle (oz).
 

 


 

Die Vorbereitungen auf die neue Saison im Vorratsschutz laufen

Die mäßig kühle Witterung im Winter 2011/12 führt dazu, dass die Vorratsschätzlinge aktiver sind als in früheren Jahren. Wie wir schon regelmäßig in den vergangenen Jahren beobachten, fliegen die Dörrobstmotten in geschützten, gut temperierten Lagerräumen mitunter den ganzen Winter über. Eine „Winterpause“ bei der Bekämpfung durch inaktive Mottenlarven in Winterruhe entfällt damit bei dem einen oder anderen Kunden.

Wir bereiten unsere Massenzuchten derzeit auf einen früheren Saisonstart vor. Selbst wenn noch eine kalte Wetterphase eintreten sollte, können wir ab Ende Februar bei einzelnen warmen Tagen mit einer erneut stärker einsetzenden Mottenentwicklung in den Vorratslagern rechnen. Die ruhenden Larven werden sich dann verpuppen. Die Pheromonfallen sollten wieder aktiviert und zweimal pro Woche kontrolliert werden, um den neuen Mottenflug und damit den Beginn der Eiablage nicht zu verpassen.

Wir empfehlen im Vorratsschutz gegen Lebensmittelmotten den Einsatz unserer Trichogramma-Schlupfwespen gegen die Eiablage und gegen die Larven die Mehlmottenschlupfwespe Bracon (=Habrobracon) hebtor. Bei Mottenproblemen im Vorjahr sollte zusätzlich ab Mitte Februar eine Vorbehandlung der Lagerräume mit der Mehlmottenschlupfwespe erfolgen, um die ruhenden Larven der Mehl- und Dörrobstmotte zu bekämpfen.


In unseren Massenzuchten entwickeln sich wieder Tausende unserer kleinen Helfer und werden im Wochentakt geerntet. Falls Sie Fragen zum biologischen Vorratsschutz haben, melden Sie sich schon jetzt bei uns. Jetzt ist beste Zeitpunkt, um ein Bekämpfungskonzept für die Saison auszuarbeiten.
 

 


 

06. Oktober 2011

Überraschung bei den diesjährigen Feldbonituren im Mais

Rückfang von Braconiden im Feld .pdf

 


 

16. Juni 2011

Der aktuelle Stand der Beobachtungen an den Versuchsstandorten

Maiszuenlser - Eiablage und erste Larven.pdf

  


 

13. Juni 2011

Natürliches Vorkommen von Trichogramma im Feld

bei der wöchentlichen Kontrolle des Maiszünslerfanges hat Olaf Zimmermann am letzten Samstag in einem Feld bei Heidelberg ein frisch abgelegtes Eigelege des Maiszünslers

gefunden, auf dem gerade eine Trichogramma saß und es parasitiert hat. Es handelt sich hier um eine Trichogramma, die überwintert hat und jetzt vor der

1. Ausbringung schon aktiv war.    

 

 


 

10. Juni 2011

Maiszünsler-Monitoring

bereits seit 2007 gibt es unter der Leitung der LTZ Karlsruhe eine Datenbank, in der die aktuellen Fallenfänge von vielen Standorten in Baden-Württemberg und Hessen erfaßt und veröffentlicht werden. Alle Betreuer von Licht- oder Pheromonfallen

können ihre Fallenfänge, nach Registrierung durch den Administrator, einpflegen.  Die Datenbank ist einsehbar unter: www.wetter-bw.de/schaderreger/maiszuensler/index.php

Die Fallenfänge nehmen jetzt täglich stark zu und die ersten großen Ausbringungen werden Anfang nächster Woche erfolgen.   

 

 


 

07. Juni 2011

Maiszünsler

Obwohl wir in der Entwicklung fast drei Wochen vor dem Vorjahr liegen, gestaltet sich der Flug des Maiszünslers seltsam. Andere Schädlinge, wie der Apfelwickler, sind angepaßt an die klimatische Situation in diesem Frühjahr, deutlich früher geflogen. Beim Maiszünsler haben wir zwar eine hohe Verpuppung, aber quer durch alle Regionen kaum Flug. Auch Zünsler der bivoltinen Rasse, sind, trotz der hohen Temperaturen nur sehr spärlich gefangen worden.

Im Rahmen der Braconidenversuche hat Olaf Zimmermann die Situation an einem Standort in Nordbaden genau beobachtet.  Maiszuensler AMW Juni 2011.pdf

 

 


 

29. April 2011

Motten- und Käferbekämpfung im Vorratsschutz

Die neuesten Nützlinge in unserem Angebot erfreuen sich zunehmender Nachfrage. Zur Mottenbekämpfung im Getreidelagerempfehlen wir die Mehlmottenschlupfwespe als Ergänzung zur Trichogramma. Sie werden in einer neuen Verpackungseinheit, unserem Kunststoffröhrchen angeboten. Die Zucht der Lagererzwespe (Lariophagus dis.) ist etabliert. Dieser Nützling wird gegen Korn- und Kugelkäfer eingesetzt. 

In der anstehenden Leerraumbehandlung von Getreidelagern ist der Nützlingseinsatz am wirkungsvollsten.

Wir beraten Sie gerne über die Einsatzmöglichkeiten von Vorratsnützlingen.

 

 


 

 

26. April 2011

Die Natur ist in diesem Jahr circa 14 Tage voraus!  Der Flug der Apfelwickler hat in den letzten Tagen begonnen. Derzeit findet die Begattung statt. Erste Bekämpfungstermine werden für KW 20 erwartet (Raum Südbaden evtl. schon eine Woche früher) . Jeweils abhängig von der Witterung.

Eine Bestellung der Karten ist noch möglich bei www.nuetzlinge.de oder telefonisch 07032-957 830 bei der Fa. Sautter & Stepper

Die Kirschfruchtfliege kann mit Trichogramma nicht behandelt werden.

 

 


 

Neue Broschüre: 

Nützlinge zur biologischen Bekämpfung von Schadinsekten im Vorrat  

Vorrat Broschuere 2011.pdf

 

 


 

 

Achtung: 

Der Vertrieb der TrichoKarte APFEL und ZWETSCHGE erfolgt über die Firma Sautter & Stepper in Ammerbuch.
www.nuetzlinge.de oder Telefon 07032-957 830

 

 


 

 

26.Oktober 2010

 

Den Maiszünsler im Herbst bekämpfen

 

Die Maiszünslerlarven wandern im Herbst hinunter zur Stängelbasis und überwintern in den Maisstoppeln oder im Wurzelteller.  Eine möglichst feine Zerkleinerung der Maisstoppeln verhindert  die Anzahl der überlebenden Larven erheblich,  fördert die Strohrotte und vermindert dadurch auch den Befall durch Fusariumpilze im Wintergetreide. 

Regional war der Befall durch den Maiszünsler wieder sehr stark. Um einer weiteren Ausbreitung vorzubeugen, sollten die Maisstoppeln und das Stroh nach der Ernte zerkleinert werden.  Um Brutstätten  zu vermeiden, sollten nach Möglichkeit alle Maisflächen in einer Gemarkung bearbeitet werden. Nur dann wird der  Befallsdruck merklich zurückgehen.

Am effektivsten ist immer noch das Pflügen der Maisbrachen, denn nur so kommen die Stoppeln  tief in die Erde und die Larven sterben ab. Bleibt die Stoppel auf der Erde liegen, dann können die Larven auch tiefste Wintertemperaturen überleben.

An den offenen Kolbenspitzen setzen sich bevorzugt Pilze fest und sorgen für eine Verpilzung der Kolben.  Dies kann zu erhöhten Toxinwerten führen.   Der Körnermais sollte  schnellstmöglich getrocknet werden .

 

 

 


 

 

 

26. Juni 2010

Jetzt geht es schnell

In Südbaden ist letzte Woche die erste Ausbringung gegen die univoltinen Maiszünsler erfolgt. Die Fangdaten in den Licht- und Pheromonfallen sind bislang sehr dürftig, es muss aber davon ausgegangen werden, daß die Maiszünsler überwiegend geschlüpft sind und die Weibchen bereit zur Eiablage sind.  Bei einer Feldbonitur am Samstag in Nordbaden sind beim Betreten einer Wiese (benachbart zum Maisacker) viele Weibchen aufgeflogen. Bereits am Abend haben sie Eier abgelegt, die sich rasant  entwickeln.  Maiszuensler im Feldversuch.pdf

 

 


 

21. April 2010

Tuta absoluta - Besuch der Versuche in Alemeria

In Zusammenarbeit mit einem spanischen Partner und der Universität Alemeria laufen zur Zeit verschiedene Versuche zur biologischen Bekämpfung von T.absoluta mit Trichogramma-Schlupfwespen.  Dr. Olaf Zimmermann besuchte die Anlagen vor wenigen Tagen.


AMW der Tomatenmotte auf der Spur: Deutschlandweit erste Untersuchungen (Bericht Alemria OZ.pdf)

 

 


 


 

14. April 2010

Vorteile der Trichogramma-Anwendung für den Landwirt


Der Maiszünsler breitet sich immer weiter aus und die Bekämpfung wird auch aus wirtschaftlichen Gründen immer wichtiger. Schon eine geringe Belastung des Erntegutes mit Fusarienpilzen kann die erfolgreiche Vermarktung des Körnermaises gefährden. Die Fusarien siedeln sich bevorzugt in den Bohrlöchern der Maiszünslerlarven an verbreiten sich von da aus über die ganze Pflanze.


Die Bekämpfung ist notwendig und wirtschaftlich durch den erzielten Mehrertrag. Langjährige Untersuchungen des RP Freiburg und LRA Lörrach haben einen Mehrertrag von durchschnittlich 6-7 dt/ha durch den Einsatz der Schlupfwespen nachgewiesen.

In Baden-Württemberg, wo auch die meißten Trichogrammen eingesetzt werden, wird der Einsatz im MEKA mit 6 Punkten gefördert. Jeder Mehrertrag ist hier reiner Gewinn!


Enge Maisfruchtfolgen für den Anbau für Biogasanlagen werden zu einer beschleunigten Zunahme des Maiszünslers führen. Auch auf Standorten, auf denen ein tiefes Pflügen nicht möglich ist oder das Hächseln der Maistoppel vernachlässigt wurde, ist mit einem verstärkten Auftreten der Schädlinge zu rechnen. Eine Bekämpfung - direkt mit Trichogramma oder indirekt mit mechanischen Maßnahmen ist in jedem Fall dringend geboten.


 


 

NEU in 2010: 

Der Vertrieb der TrichoKarte APFEL und ZWETSCHE erfolgt ab 2010 über die Firma Sautter & Stepper in Ammerbuch.
www.nuetzlinge.de oder Telefon 07032-957 830

 

 



 

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