| Aktuelles 2005 |
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14. Dezember 2005 Die Wirkungsgrade der Saison 2005 Der Hauptflug des Maiszünslers war 2005 relativ kompakt. In Südbaden und am Oberrhein begann der Flug am 13/14. Juni, der 1. Flug-höhepunkt mit 53 Faltern wurde am 29. Juni erreicht und hielt bis in die erste Juliwoche an. Die Fänge danach lagen deutlich unter 10 Faltern/Nacht. Trichogramma wurde hier am 23. Juni und 05. Juli ausgebracht. In den Vor- gebirgszonen und höher gelegenen Ausbringungsregionen begann der Flug in der letzten Juni woche und dauerte z. T bis Mitte Juli. Die letzten Ausbringungen erfolgten am 20. Juli. Besonders in diesen Regionen war der Befallsdruck durch den Maiszünsler sehr stark. Während im Rheintal rund um den Kaiserstuhl ein durchschnittlicher Befall von nur 10 Larven/100 Pflanzen ermittelt wurde, wurden in der Region südlich von Freiburg bis zur Schweizer Grenze Befälle von 30 bis 60 Larven/100 Pflanzen registriert. In den Vorgebirgszonen des Rheintales , in Nordbaden und dem anschließendem Württemberg wurden allerdings auch Befällsstärken von mehr als 100 Larven/100 Pflanzen bonitiert. Die TrichoKarte (2x50/ha) hat in den amtlichen Versuchen des RP Freiburg mit einem durchschnittlichen Wirkungsgrad von 73 % und die TrichoKugel (2x100/ha) mit durchschnittlich 71% höchste Bekämpfungserfolge erzielt. Die maschinelle Ausbringung der TrichoKugel (2x100/ha) hat an dem Standort Orschweier einen durchschnittlich Wirkungsgrad von 86 % erzielt (Durchschnitt Jahre 2001-2005), gegenüber 77% bei einer Handausbringung. In eigenen Versuchen haben wir die 1-malige Ausbringung getestet. An einem Standort bei Freiburg hat die Ausbringung von 1x100 TrichoKugeln einen Wirkungsgrad von 68 % erbracht (Ausbringung 2x100/ha mit 81%). Der Befall in unbehandelt lag bei 77 Larven/100 Pflanzen). Bei Brackenheim erreichte die Ausbringung von 1x50 Karten/ha 83 und 66% Wirkungsgrad, gegenüber 72 % bei einer zweimaligen. (Befall in unbehandelt 47 Larven/100 Pflanzen). Schätzungsweise wurden in der Saison 2005 auf fast 13 000 ha Trichogrammen eingesetzt, davon allein in Baden-Württemberg mehr als 12 000 ha. 12. Dezember 2005 Der Maiszünsler und die Mykotoxin-Grenzwerte Die strengen EU-Grenzwerte für den Gehalt von Toxinen im Körnermais können sehr schnell erreicht werden. Schlimmstenfalls mit der Folge, dass eine Partie Mais als Sondermüll entsorgt werden muß. Deshalb müssen alle Risiken, die eine Verletzung der Pflanze verursachen können, vermieden werden. Dazu gehört auch die intensive Bekämpfung des Maiszünslers, in dessen Bohröffnungen sich die Pilze leicht ansiedeln. Gerade in 2005 konnte ein erhöhter Befall der Kolben durch den Maiszünsler mit nachfolgender Verpilzung beobachtet werden. Unter ungünstigen Umständen können schon einige befallene Maiskolben ausreichen, damit eine Maispartie wegen nicht eingehaltener Grenzwerte abgelehnt wird. 09. Dezember 2005 Qualität Die Qualitätskontrolle der Biologischen Bundesanstalt Darmstadt ist abgeschlossen. Unsere beiden Produkte, die TrichoKarte und TrichoKugel haben die geforderten Qualitätsstandards wieder sicher erfüllt. Die TrichoKarten erreichten in der amtlichen Kontrolle der 1. Ausbringung eine durchschnittliche Belegung von 2874 parasitierten Eiern/Karte und einem Schlupf von 2238 Eiern/Karte. Die Schlupf- bzw. Wirkungs-dauer der Karten lag bei 24 Tagen (vom 24. Juni bis 18. Juli 2005). Bei der 2. Aus-bringung wurde eine durchschnittliche Belegung von 3158 parasitierten Eiern/Karte und einem Schlupf von 2416 Eiern/Karte ermittelt. Die Schlupf- bzw. Wirkungsdauer der Karten lag bei 18 Tagen (vom 06. Juli bis 24. Juli 2005). Jedes Weibchen parasitisierte im Schnitt 40 Eier. Bei der Untersuchung der TrichoKugel wurden bei der 1.Ausbringung im Schnitt 1268 Eier/Kugel und durchschnittlich 1153 geschlüpfte Tiere ermittelt. Die Schutz- und Wirkungs-dauer der Einheiten lag bei 26 Tagen (24. Juni bis 20. Juli). Bei der 2. Ausbringung waren die TrichoKugeln mit durchschnittlich 1753 Eiern befüllt, wovon im Schnitt 1552 Tiere geschlüpft sind. Die Schutz- und Wirkungsdauer der Einheiten lag hier bei 18 Tagen (06. Juli bis 24. Juli). Die Resultate unserer betriebseigenen Qualitätskontrolle spiegeln diese Ergebnisse wieder. Ein Tagesprofil der Produktion vom 24. Juni 2005 (Tagesproduktion 65.000 Karten) ergab, dass durchschnittlich 2825 parasitierte Eier/Karte aufgeklebt wurden, wovon 2245 schlüpften. Untersuchte Karten aus dem Zeitraum vom 06. Juni bis zum 28. Juni 2005 waren im Schnitt mit 2761 parasitierten Eiern beklebt, wovon 2157 Tricho-grammen schlüpften. Als Resümee können wir sagen, dass wir unseren hohen Qualitätsanspruch erfüllt haben und unseren Kunden ein sehr gutes und effektives Produkt zur Bekämpfung des Maiszünslers zur Verfügung stellen. Grafik: Qualitätskontrolle BBA Darmstadt 2005 31. Oktober 2005 Maiszünsler im Herbst 2005 Nach vielen Bonituren an verschiedenen Versuchsandorten, zeigt sich, dass der Maiszünsler in ungewohnt hoher Befallstärke wieder da ist. Befälle von 60 bis 80 % in unbehandeltem Mais sind dieses Jahr keine Seltenheit. In einigen Regionen liegt der Befall sogar bei 100 %. Auffällig stark ist der hohe Befall besonders auf an Hanglagen gelegenen Maisfeldern. 30. Oktober 2005 Bekämpfung des Maiszünslers notwendig ? Bereits während der Ernte im Herbst sollte eine erste Abschätzung der Befallsstärke vorgenommen werden, um über die Notwendigkeit direkter und/oder indirekter Bekämpfungsmaßnahmen im Folgejahr entscheiden zu können. Wir erleben immer wieder, dass der Maiszünsler in einzelnen Regionen scheinbar übernacht auftaucht ist und massiv Schäden verursacht. Natürlich kommt so ein Befall nicht über Nacht, sondern baut sich unbeachtet über Jahre auf. Um rechtzeitig reagieren zu können, sollte schon der beginnende Befall im Auge behalten werden. Ein sichtbarer Befall mit weniger als 1 % befallener Pflanzen macht noch keine Bekämpfung notwendig, die Bestände sollten aber überwacht werden. Sind etwa 5 % der Pflanzen befallen, sollten erste vorbeugende Bekämpfungsmaßnahmen ergriffen werden, wie das Abhächseln der Stoppeln, Pflügen wo möglich und Fruchtfolgewechsel. Ab einem Befall von 20% müssen die o.g. Maßnahmen unbedingt durchgeführt werden. Steigt der Befall höher, müssen auch direkte Bekämpfungsmaßnahmen wie der Einsatz von Schlupfwespen oder eine chemische Bekämpfung durchgeführt werden. Bei einem Befall zwischen 30 und 50 % sollte auch im Silomais bekämpft werden. 12. August 2005 14. Fachtagung für Nützlingszüchter "Biologische Schädlingsbekämpfung" vom 30.11.2005 bis 1.12.2005 in Griesheim Nähere Informationen bitte per Mail anfordern: 11. August 2005 www.nuetzlingsanbieter.de ist online Ab sofort ist die Internestseite des "Vereins der Nützlingsanbieter Deutschlands VND e.V." online. Schauen Sie doch mal rein... 23. Mai 2005 Spannend wie immer... Die heutige Kontrolle der Maiszünslerlarven hat keine neue Entwicklung gezeigt. Die Larven sind munter und gut beweglich. Aufgrund der momentanen Witterungs-verhältnisse erwarten wir in diesem Jahr eher spätere Termine als in 2004. Es ist aber Vorsicht angebracht, da andere Schädlinge, wie z.B. der Apfelwickler trotz bisher eher niedriger Temperaturen bereits am Schlüpfen sind. 28. April 2005 Der Maiszünsler ist gut durch den Winter gekommen Die Kontrollen in der letzten Woche haben gezeigt, dass der Maiszünsler ohne Verluste überwintert hat. Die Larven sind gut entwickelt und wir finden nur vereinzelt tote oder kranke Larven (weniger 10%). Über die Hälfte davon befand sich in Stengeln, die im Boden steckten oder eingegraben waren. Diese Beobachtungen zeigen, wie wichtig die Bodenbearbeitung der Stoppeln im Herbst ist. Da der Befall in einigen Regionen bereits in 2004 bedenkliche Ausmaße angenommen hat, sollte auf eine direkte Bekämpfung mit Trichogramma nicht verzichtet werden. Verschiedene Untersuchungen haben gezeigt, dass ein Befall von 1 % einen Ertragsverlust von etwa 0,5 dt bedeutet, d.h. dass sich die Verluste auf 5 bis 7 dt summieren, wenn der Befall bei nur 10-15 % liegt. 04. April 2005 Trichogramma bald bestellen! Nach dem die ersten Feldarbeiten erledigt werden konnten, steht bald die Maissaat an und damit auch die Überlegung, wie der Maiszünsler bekämpft werden soll. Das eine Bekämpfung notwendig ist, steht in den meisten Regionen außer Frage. Die Befallstärken haben in den letzten beiden Jahren wieder stark zugenommen. Nach den Bonituren des letzten Herbstes gehen wir davon aus, dass der Befall auch in diesem Jahr deutlich über der Schadschwelle liegen wird, zumal der Maiszünsler bis jetzt sehr gut durch den Winter gekommen ist. Inzwischen liegen die Daten aus den amtlichen Qualitätskontrollen vor. Unsere Produkte, die TrichoKarte und die TrichoKugel haben hier sehr gute Resultate erzielt. Wir legen großen Wert darauf, dass unsere Ausbringungseinheiten alle Qualitäts-kriterien einhalten bzw. übertreffen und freuen uns über die amtlichen Bestätigungen. Unter anderem haben Kontrollen der BBA Darmstadt im Sommer 2004 gezeigt, dass von der TrichoKarte und TrichoKugel, Schlupfwespen kontinuierlich über Zeitraum von über drei Wochen schlüpfen. Wir stellen diese Daten unseren Kunden gerne auf Anfrage zur Verfügung. Im letzten Sommer waren die Bekämpfungserfolge in einigen Regionen, trotz einer 2-maligen Ausbringng nicht immer erfolgreich. Dies lag an einem langen und verzettelten Flug in Kombination mit sehr frühen Ausbringungsterminen. Der eigentliche Flughöhepunkt lag fast zwei Wochen nach der zweiten Ausbringung! Eine Feldpopulation konnte sich unter diesen Bedingungen nur schwer aufbauen. ![]() Damit sich diese Problematik nicht wiederholt und uns mehr Daten für künftige Terminierungen zur Verfügung stehen, haben wir bereits folgende Arbeiten durchgeführt: - Monitoring im letztem Herbst zur Feststellung der aktuellen Befallstärken - Installation eigener Schlupfkäfige zur Feststellung der Verpuppung und des Flugbeginns - Weitere Stationierung von Lichtfallen. Aktuell können wir jetzt über die Daten rund 25 eigenen Lichtfallen verfügen TrichoKarte und TrichoKugel können bis Ende Mai beim Landhandel bestellt werden. 22. Februar 2005 MEKA - Jetzt verlängern! Maisanbauer, deren MEKA-Verpflichtung mit Trichogramma ausläuft, können für die Jahre 2005 und 2006 verlängern. Bitte wenden Sie sich an das zuständige Amt. 25. Januar 2005 Offizielle Qualitätsuntersuchungen Die Qualitätskontrollen der BBA Darmstadt und der Landesanstalt in Stuttgart sind bis dato noch nicht abgeschlossen. Die Untersuchungen können außerdem nur noch in einem sehr geringen Umfang (wegen Ausscheiden von Personal und diversen Einsparungsmaßnahmen) durchgeführt werden, wodurch die Aussagekraft sehr fraglich wird. Für unsere eigenen Produkte, die TrichoKarte und TrichoKugel, können wir nach Abschluß der internen Auszählungen von ca. 200 Ausbringungseinheiten sagen, dass wir die geforderten Qualitätsstandards sicher erfüllt haben. Augenfällig war in diesem Herbst der starke Befall in vielen Regionen. Dies betrifft unbehandelte, vielerorts aber auch behandelte Flächen. Ursache für nicht zufriedenstellende Bekämpfungserfolge, ist unserer Meinung nach der sehr lange Flug des Schädlings in Kombination mit einem frühen Start der Ausbringungen. Die ersten Termine für den Rheingraben wurden auf den 16. Juni festgelegt, bei Verpuppungsraten von 50% und einer Temperatursumme von 85%. Auch in anderen Regionen, die sich stark an Freiburg orientieren, wurden frühe Freilassungstermine gewählt. Der Hauptflug des Maiszünslers begann aber erst im Juli, was zu Folge hatte, dass nur noch wenige Trichogrammen aktiv waren. Auch die natürliche Vermehrung im Feld war dementsprechend gehemmt. Erstaunlich war auch eine starke Eiablage Anfang August. Zwar ergaben die Ergebnisse der amtlichen Auswertungen des RP Freiburg Wirkungsgrade von 74 % bei der zweifachen Ausbringung. In der Praxis wurden jedoch teilweise relativ hohe Befälle festgestellt. Wir selbst haben in diesen Herbst ein umfangreiches Monitoring in den einzelnen Regionen durchgeführt. Um diese Probleme in den kommenden Jahren zu vermeiden, haben wir als Ergänzung zu unserem bestehenden Lichtfallensystem, einen Ring von Schlupfkäfigen installisiert, um künftig eine regionale Terminierung zu vereinfachen. Insgesamt wurden in der Bundesrepublik in der Saison 2004 auf mehr 11000 ha Trichogrammen eingesetzt, davon allein in Baden-Württemberg ca. 10 000 ha. Die TrichoKarte ist wegen der einfachen und sicheren Ausbringung das am meist verwendete Ausbringungsverfahren. Aber auch die TrichoKugel gewinnt zunehmend an Attraktivität, da das Verfahren sehr einfach in der Anwendung, sicher in der Wirkung und vor allem problemlos maschinell ausgebracht werden kann. Aktuelles 2009 Aktuelles 2008 Aktuelles 2007 Aktuelles 2006 Aktuelles 2004 Aktuelles 2003 Aktuelles 2002 |
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