Aktuelles 2003

21. November 2003
Innovativ

Der Lohnunternehmer Alfons Geiger aus Lahr wurde am 19. November mit dem "Landwirtschafts-preis für unternehmerische Innovationen 2003" ausgezeichnet. Der Preis wurde ihm verliehen für seinen Eigenbau zur maschinellen Ausbringung von Trichogramma-Schlupfwespen. Mit dieser Maschine ist er in der Lage pro Tag über 100 Hektar Mais mit Trichogramma zu behandeln.



15. November 2003
Rückschau 2003

Die Saison 2003 war wegen der extremen, klimatischen Bedingungen, auch für die Trichogramma-Schlupfwespen eine Herausforderung. Zum Zeitpunkt der Ausbringung im Juni hatten wir hohe Temperaturen von über 30°C, in Teilen Südbadens sogar nahe 40°C (in der prallen Sonne wurden sogar Bodentemperaturen von über 50 °C gemessen). Die hohen Temperaturen hatten zu einen eine schnelle Entwicklung des Maiszünslers zur Folge, was das Zeitfenster für den Einsatz der Schlupfwespen einschränkte. Zum anderen litt die Aktivität und Lebensdauer der Schlupfwespen unter diesen Bedingungen. Die gleichen Faktoren spielten auch beim Einsatz der Insektizide eine wichtige Rolle. Die Bekämpfungserfolge waren hier zumeist nicht befriedigend.

Die ersten Maiszünsler wurden am 05. Juni in Glesien gefangen, in Südbaden am 08. Juni (Orschweier). Der Flug war im Vergleich zu den Vorjahren mäßig, mit einem Höhepunkt zum Ende des Monats. Ab Mitte Juli war kein nennenswerter Flug mehr zu verzeichnen. Viele der abgelegten Maiszünsler-Eier sind bei den hohen Temperaturen vertrocknet.
Die Ergebnisse der amtlichen Auswertungen zeigen, dass sich die Trichogrammen trotzdem sehr gut behauptet haben. Die diesjährigen Wirkungsgrade liegen durch-schnittlich bei 75% für die TrichoKarte und 73% für die TrichoKugel (RP Freiburg). (ein Terminversuch in Orschweier, mit einer 1. Ausbringung am 13. Juni brachte einen Wirkungsgrad von 81 % für die TrichoKarte, gegenüber einem WG von 63 % bei einer Ausbringung am 18. Juni).
In den neuen Bundesländern konnte die Einsatzfläche nicht im geplanten Umfang ausgeweitet werden. In Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Brandenburg wurden, bedingt durch Frühjahrs- und Sommertrockenheit, nur reduziert Pflanzenschutzmaßnahmen durchgeführt. Da der Mais von dem Wassermangel besonders stark betroffen war, wurde nur ein geringer Teil der Flächen gegen den Maiszünsler behandelt.
Die Versuche in Thüringen und Sachsen haben hohe Bekämpfungserfolge gegen den Maiszünsler erzielt. In Brandenburg waren die Resultate etwas geringer, was z.T. an den Ausbringungsterminen und den extrem hohen Temperaturen lag.

Insgesamt wurden in der Bundesrepublik in der Saison 2003 auf etwa 11.000 ha Trichogrammen eingesetzt, davon allein in Baden-Württemberg ca. 10.000 ha. Die TrichoKarte ist wegen der einfachen und sicheren Ausbringung eines der beliebtesten Ausbringungsverfahren bei den Landwirten. In Südbaden gewinnt die TrichoKugel zunehmend mehr Anwender. Besonders von Vorteil ist, dass sie ohne Probleme maschinell ausgebracht werden kann .



4. März 2003
Die TrichoKugel hat sich bewährt

Die von der AMW Nützlinge GmbH entwickelte TrichoKugel wurde in 2002 auf über 2200 Hektar ausgebracht. Etwa 400 Hektar wurden in Süd- und Nordbaden mit einem umgebauten Stelzenschlepper verteilt. Der Stelzenschlepper des Lohnunternehmers A. Geiger aus Lahr ist ein patentierter Eigenbau mit einer Tagesleistung von über 100 ha. Trotz der hohen Leistung werden die TrichoKugeln zentimetergenau abgelegt.

In Thüringen und Sachsen wurden die TrichoKugeln mit einem Agrar-Flieger auf 150 ha verteilt. Die Flächenstruktur in den neuen Bundesländern erlaubt Pflanzenschutzmaßnahmen, Kalkungen und Aussaaten aus der Luft. Mit den Flugzeugen des Typs Z-37 können große Flächen schnell und exakt behandelt werden. Die Ausbringung von Trichogrammen aus der Luft erfolgte 2002 zum ersten Mal. Die TrichoKugel ist, bedingt durch ihre Konstruktion und den verwendeten Kunststoff, die Ausbringungseinheit für die maschinelle Ausbringung schlechthin. Die TrichoKugeln schützen die Nützlinge optimal beim Durchlauf in der Maschine, wie auch später am Boden vor Feuchtigkeit und damit vor Verpilzung. Die TrichoKugel besteht aus einem abbaubaren Bio-Werkstoff auf Basis von Maisstärke. Bald nach der Ausbringung ins Feld beginnt der Verrottungsprozess der Kugeln, der bis zum nächsten Jahr weitgehend abgeschlossen ist.

Pro Hektar werden nur 100 Kugeln benötigt (jede TrichoKugel beinhaltet mind. 1.000 Schlupfwespen-Eier, insgesamt werden pro Hektar/ Ausbringung 100.000 Tiere freigelassen). Jede TrichoKugel enthält eine komplette Staffel verschieden weit entwickelter Schlupfwespen, die nacheinander über einen Zeitraum von mehr als 14 Tagen schlüpfen.



Aktuelles 2009
Aktuelles 2008
Aktuelles 2007
Aktuelles 2006
Aktuelles 2005
Aktuelles 2004
Aktuelles 2002

Zurück
Mehr über...
AMW Nützlinge GmbH
Außerhalb 54
D-64319 Pfungstadt

Tel. 06157 - 990595
Fax 06157 - 990597

Newsletter Anmeldung
eMail-Adresse
Parse Time: 0.419s