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Schlupfwespen-Einsatz im Lager

Der Einsatz von Trichogramma ist eines der ältesten biologischen Bekämpfungsverfahren in Europa. Bereits Anfang der 70er Jahre wurden erste Maisflächen mit  den Eiparasiten zur Maiszünslerbekämpfung belegt. In der frühen Phase der biologischen Maiszünslerbekämpfun liegen auch die Wurzeln unserer Firma.

Im Laufe der Jahre kamen weiter Trichogramma-Arten in Einsatz zur Bekämpfung von Apfel- und Pflaumenwickler, sowie diverser Schädlinge im Unterglasanbau. Seit etwa 15 Jahren wird Trichogramma evanescens zur Bekämpfung vorratsschädigender Motten eingesetzt. Aber auch Kleider- und Pelzmotten können mit Trichogramma bekämpft werden. Regelmäßig treten auch  neue Motten auf. Die mögliche Bekämpfung mit Trichogramma wird im Labor untersucht und bei positiven Resulaten ein Verfahren für die Praxis erabeitet.

Interaktion Trichogramma-Schlupfwespe und Zielschädling

Die nur etwa 0,3 bis 0,4 mm kleinen Trichogramma-Schlupfwespen sind natürliche Gegenspieler zahlreicher Schadschmetterlinge. Die winzigen Hautflügler parasitieren Schädlingseier. d.h. sie belegen diese mit ihren eigenen Eiern. Das Schädlingsei wird ausgefressen, während sich darin ein kleiner Nützling entwickelt. Aus dem abgetöteten Mottenei schlüpft nach etwa 10 Tagen eine junge Schlupfwespe und sucht nach weiteren Motteneiern.

Der Zyklus wiederholt sich, solange Schädlings-Eier vorhanden sind. Natürlich vorkommende Populationen reichen für eine erfolgreiche Bekämpfung  nicht aus. Auch eine saisonale Ansiedlung ist nur in wenigen Fällen möglich. Daher werden die Nützlinge in Massen vermehrt und jedes Jahr gezielt während der Eiablage des jeweiligen Schädlings freigelassen.

In Deutschland sind derzeit etwa 10 natürlich vorkommende Trichogramma-Arten bekannt. Davon haben wir 4-5 Arten in Zucht und setzen sie kommerziell ein. Weltweit gibt es etwa 150 bekannte Trichogramma-Arten, von denen etwa 20 Arten zu biologischen Schädlingsbekämpfung genutzt werden.


 

Ausbringungseinheiten TrichoKarte und TrichoKugel

Die Ausbringungseinheiten TrichoKarte und die TrichoKugel haben sich viele Jahre in der Praxis bewährt. Darin befinden sich Schlupfwespen in bis zu 10 verschiedenen Alterstadien, um je nach Art und Zielschädling in einem Zeitraum von zwei bis drei Wochen zu schlüpfen.

Kompetenz und langjährige Erfahrung

Das Team von AMW verfügt über langjährige Erfahrung in der Zucht von Trichogramma. Durch die eigene Entwicklung neuer Massenzuchtsysteme und maschineller Fertigungsverfahren, sind wir heute in der Lage, innerhalb kurzer Zeit große Stückzahlen zu liefern.

In unseren Labors unterhalten wir neben den Massenzuchten, eine Sammlung von mehr als 200 Stämmen von 30 verschiedenen Trichogramma-Arten, die unter anderem aus Freilandköderungen und eingesammelten Schädlingseiern stammen. Interessante Zuchtlinien werden in umfangreichen Labortests und Freilandversuchen auf ihre Eignung zur Bekämpfung von Schadmotten untersucht. 

Die molekularbiologische Identifikation von Trichogramma-Schlupfwespen


Die regelmäßige Qualitätskontrolle umfaßt Kriterien wie Anzahl, Lebensdauer, Anzahl Nachkommen, Wirtsakzeptanz und -präferenz.

Aufgrund artspezifischer Wirts- und Habitats-präferenzen der einzelnen Trichogramma- Arten und der damit verbundener Eignung zur Bekämpfung eines bestimmten Schädlings, ist die taxonomische Bestimmung der Trichogrammen unabdingbar.

Bei den nur 0,4mm kleinen Trichogramma-Schlupfwespen, ist die morphologische Bestimmung sehr schwierig, da hierzu eine Präparation des männlichen Genitalapparates durchgeführt werden muß.

Hauseigene Untersuchung per PCR

Die molekularbiologische Untersuchung per PCR ist eine Möglichkeit, die verschiedenen Trichogramma-Arten sicher zu identifizieren. Regelmäßig untersuchen wir die Trichogramma-Arten im Bestand auf verschiedene Qualitätsparameter und sichern dadurch die Effektivität für die Bekämpfung ab. 

 

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